Tübinger Aktion: Angehörige aufnehmen!

17.08.2010 11:09

Die Tübinger Save-me-Gruppe hat eine Aktion für die bereits in Tübingen lebenden irakischen Resettlement-Flüchtlinge gestartet. Sie wünschen sich eine Familienzusammenführung mit Angehörigen, die vor kurzem in Damaskus beim UNHCR als Flüchtlinge registriert wurden. In dem Fall geht es um die Angehörigen eines Irakers, der im Februar 2010 bei einem Bombenanschlag getötet wurde. Seine Ehefrau und der Bruder mit seiner Familie mussten nach akuter Bedrohung fliehen und halten sich derzeit in Syrien auf. Die Eltern und ein weiterer Bruder leben in Tübingen. Der hier lebende Bruder und seine Familie gehörten zu dem Kontingent von 2.500 irakischen Kriegsflüchtlingen, die in den Jahren 2009/2010 von Deutschland im Rahmen des Resettlementprogramms aufgenommen wurden. Die Tübinger Initiative hat bereits zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer zur Aufnahme der Angehörigen in Deutschland gewonnen, darunter auch den Tübinger Bürgermeister Boris Palmer. Sie fordern eine Familienzusammenführung sowie eine regelmäßige Aufnahme eines Flüchtlingskontingents. Durch die Beteiligung Deutschlands am Resettlementprogramm der Vereinten Nationen könnten solche Einzelfälle wie der Tübinger künftig generell leichter gelöst werden.

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