Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Goslar
Die Dokumentation von Uta Liebau über ihre Erfahrungen mit der Aufnahme irakischer Flüchtlinge 2009/2010 in Goslar ist in mancher Hinsicht repräsentativ für die mangelhafte Zusammenarbeit niedersächsischer Behörden mit den Flüchtlingsinitiativen vor Ort: Obwohl die Aufnahme lange angekündigt war, waren die Kommunen auf die Aufnahme oftmals nicht vorbereitet. Trotz entsprechender Angebote vermied die Landesregierung eine gezielte Zusammenarbeit mit Flüchtlingsrat und Initiativen, die vom Eintreffen irakischer Flüchtlinge in der Regel nicht informiert wurden, dann aber feststellen mussten, dass für die Regelung der elementarsten ersten Schritte wie beispielsweise der Anmietung einer Wohnung, der Registrierung beim Einwohnermeldeamt, bei der Anmeldung der Kinder in der Schule etc. eine Hilfe behördlicherseits gar nicht vorgesehen war.

